Jobstarter Plus

Das JOBSTARTER plus Programm

Das Förderprogramm JOBSTARTER plus stärkt die duale Berufsausbildung in Deutschland. Daneben koordiniert die Programmstelle JOBSTARTER weitere Initiativen am Übergang Schule-Ausbildung und zur Steigerung der Attraktivität betrieblicher Ausbildung.

Über JOBSTARTER plus:

Betriebe unterstützen, Ausbildung gestalten, Fachkräfte gewinnen: Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen. Die JOBSTARTER plus-Projekte unterstützen mit konkreten Dienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung und tragen so zur Fachkräftesicherung bei. Durchgeführt wird das Programm von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Gut ausgebildete Fachkräfte sind für alle von Vorteil. Mit einer dualen Ausbildung finden junge Menschen einen soliden Einstieg ins Berufsleben, und Unternehmen sichern ihren Fachkräftenachwuchs. Doch die berufliche Bildung in Deutschland steht vor einer großen Herausforderung: Nachdem viele Jahre zu wenige betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung standen, sinkt nun die Zahl der Schulabgänger deutlich. Grund hierfür ist der demografische Wandel. Die Folge: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt – besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). In manchen Branchen oder Regionen herrscht sogar bereits Fachkräftemangel.

Die Programmstelle JOBSTARTER

Um den Herausforderungen eines sich wandelnden Ausbildungsmarktes zu begegnen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn eingerichtet. Mit vielfältigen Initiativen und einer umfangreichen Projektförderung erprobt und realisiert sie innovative Instrumente zur Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen.

Das Programm JOBSTARTER plus

Das Förderprogramm JOBSTARTER startete im Jahr 2005 und wird in der ESF-Förderperiode 2014-2020 unter dem Namen „JOBSTARTER plus“ fortgeschrieben. Die Themenschwerpunkte leiten sich u.a. aus dem Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland ab, der erstmals im Jahr 2004 zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft geschlossen und seitdem zweimal verlängert wurde. Das BMBF und der Europäischen Sozialfonds der europäischen Union (ESF) haben für das Programm bisher 125 Millionen Euro bereitgestellt.

Zentrale Ziele des Programms sind die Sicherung des Fachkräftenachwuchses, die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen und die Erprobung der Neuerungen des 2005 novellierten Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Die Auswahl der zu fördernden Projekte trifft die JOBSTARTER-Programmstelle im Einvernehmen mit dem BMBF und dem JOBSTARTER-Begleitausschuss. 287 innovative Projekte wurden in bisher fünf Förderrunden durch eine Zuwendung unterstützt. Jede Förderrunde setzte dabei neue inhaltliche Akzente zur Umsetzung der zentralen Programmziele. Diese Förderrunden sind mittlerweile beendet, aber eine neue Ära steht bereits vor der Tür: Mit den im Herbst 2013 gestarteten 23 Projekten der sechsten Förderrunde steigt die Zahl nicht nur auf 310 nach Region und Branche höchst unterschiedlicher Projektansätze zur Strukturverbesserung. Die sechste, aus Mitteln des BMBF finanzierte Förderrunde ist zugleich der Übergang in die neue ESF-Förderperiode 2014-2020 mit neuen Zielen und Herausforderungen.

Die bisherige JOBSTARTER-Bilanz kann sich sehen lassen: Seit 2006 gibt JOBSTARTER bundesweit Impulse für die berufliche Bildung. Neben der thematischen und regionalen Netzwerkarbeit und dem Transfer innovativer Ausbildungskonzepte in die betriebliche Praxis haben die Projekte bundesweit rund 63.000 neue Ausbildungsplätze in KMU entwickelt und die Betriebe, darunter zahlreiche erstmals ausbildende, bei der Durchführung der Ausbildung unterstützt. Das sogenannte Externe Ausbildungsmanagement (EXAM) ist zu einem zentralen Markenkern von JOBSTARTER gereift und gehört inzwischen zum Standardrepertoire jedes geförderten Projekts.

Die JOBSTARTER-Regionalbüros

Gemeinsam mit den vier JOBSTARTER-Regionalbüros in Nord, Süd, Ost und West ist die Programmstelle für die Betreuung der Projekte und für projektübergreifende Tätigkeiten zuständig. Zu den Kernaufgaben der Regionalbüros gehören die regionale Vernetzung, die Begleitung der Förderprojekte, die Durchführung von Fachtagungen sowie Workshops vor Ort und der Transfer erfolgreicher Projektansätze. Mit ihren vertieften Kenntnissen über die regionalen Ausbildungsmärkte tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regionalbüros wesentlich zum Erfolg des Programms JOBSTARTER bei.

Der Begleitausschuss

Ein Begleitausschuss steht dem BMBF und der Programmstelle bei der Entwicklung der Förderstrategien und bei der Projektauswahl beratend zur Seite. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Spitzenverbände der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Länder, verschiedener Bundesministerien, der Bundesagentur für Arbeit und der Wissenschaft.