Methodenkoffer

Im Methodenkoffer sind grundlegende Informationen zur Dualen Berufsausbildung selbst und ihrer thematischen Ausgestaltung zu finden. Die Methoden zeigen Themen für die Ausbildung auf, die sich im Projekt als bedeutsam und ausbaufähig herauskristallisiert haben. Einführungen und Überblicke in die Methoden zeigen deren Bedeutung auf und geben eine Vorstellung davon, was durch sie verändert und verbessert werden kann, um eine erfolgreiche Ausbildung zu gewährleisten.

Methoden:

  • 1. Motivation Open or Close

    Was ist zu tun, wenn sich geringe Leistungs- und Lernbereitschaft zeigen? Nicht immer steckt dahinter mangelnde Motivation!

    • Aufbau von Lern- und Leistungsbereitschaft

      • Abweisendes Verhalten oder geringer Einsatz haben oft ihre Ursache in einer fehlenden Perspektive! Azubis brauchen Ziele. Spaß an der Arbeit und Einsatzbereitschaft steigen dann, wenn sich ein persönlicher Nutzen abzeichnet. Wenn der Azubi weiß, wozu das Erlernte dienen soll und was die nächsten Schritte auf seinem Weg sind, ist es leichter sich anzustrengen. Faktoren für mangelnde Motivation können sein:

        • Dem Azubi ist nicht bewusst, dass es an Anstrengung mangelt
        • Wenn der Ausbildungsberuf nicht der Wunschberuf ist, fällt ungleich schwerer, sich anzustrengen
        • Die Anforderungen sind nicht klar formuliert. Dann lässt sich auch die Erwartungshaltung des Betriebes nicht erfüllen.
        • Die Notwendigkeit zur Leistungserbringung wird unterschätzt: „wird schon irgendwie gehen“
        • Ein Vergleich mit Schwächeren Azubis führt zu sinkenden Leistungen
        • Es fehlt an Lob
        • Es liegen psychische Verstimmungen (Erkrankungen) vor
        • Kritik wird zu oft oder in unangemessener Form geübt
        • Angst sich zu blamieren
        • Der Azubi braucht mehr Anleitung und Begleitung als andere, besonders wenn bislang alles einfach geklappt hat
        • Es fehlt an fachlichen oder menschlichen Vorbildern
        • Falsche Wahrnehmung: der Azubi glaubt, das Erreichte reiche aus oder die Aufgaben von heute hätten nicht so einen hohen Stellenwert wie vorhergehende

      • Unter- oder Überforderung
      • Erhalt: wer für eine Ausbildung nicht „brennt“, erreicht nur schwer sein Ziel. Dafür braucht es aber auch Vorbilder, die zeigen wie man das Feuer für sich und den Beruf entzündet!

        • Sind Jugendliche aus sich selbst heraus motiviert, erzielen sie das beste Ergebnis. Diese lernen aus persönlicher Freude und Spaß an der Selbstverwirklichung im Beruf. Von außen motivierte Jugendliche sind mehr auf gute Noten, Lob oder andere Motivatoren angewiesen. Das erste Auto, das man sich anspart.
        • Die Vier-Stufen-Methode: Vorbereitung des Azubis, Kontakt, Interesse wecken, Motivation vermitteln, Bindung herstellen. Damit lassen sich jungen Menschen ansprechen. Aber: das muss über die gesamte Ausbildung beibehalten werden!
        • Ausbildung lebendig gestalten: den Azubi aktiv einbinden und anleiten, weniger Frontalunterricht etwa mittels eins Projektauftrages.
        • Auch die Leidenschaft des Ausbilders ist ein Schlüssel. Plaudern Sie über Erfahrungen, tolle Ergebnisse und eben auch über Fälle, die schiefgegangen sind! Das bringt Nähe und nimmt die Furcht, keine Fehler machen zu dürfen. Beschreiben Sie, wie etwas „gerettet“ werden konnte.
        • Ermöglichen Sie Einzelgespräche. Wie können Sie zum Erfolg des Azubi mitbeitragen? Vereinbaren Sie Ziele: kleine, größere, einfache, schwierigere. Und zeigen Sie Bereitschaft jederzeit zu helfen.
        • Auch Gruppenziele sind dienlich: das gemeinsame Erarbeiten von Regeln, die den Arbeitsalltag erleichtern. Das fördert Teamgeist und Zugehörigkeitsgefühl. Was man selbst erarbeitet hat, auf das ist man stolz.
        • Paten können weitere Hilfen bringen.
        • Die Lernumgebung muss ansprechend sein, die Ergonomie stimmen, Raum zur freien Entfaltung ist wichtig.
        • Ein gesundes Vertrauensverhältnis zu den Eltern ist wichtig. Fragen Sie den Azubi, ob und wie diese eingebunden werden sollen. Über 18 ist es seine alleinige Entscheidung.
  • 2. Umgang mit Konfliktsituationen Open or Close

    Konflikte begleiten uns durchs Leben. Sie sind notwendig, um zu wachsen und oft auch um eine bessere Lösung zu erreichen.

      • Konflikte Ausbilder / Azubi
        Häufig treffen unterschiedliche Wertevorstellungen und Erwartungshaltung aufeinander, die über mangelhafte Kommunikation noch verstärkt werden.
      • Konflikte mit interkulturellem Hintergrund
        Azubis mit Migrationshintergrund werden in unseren Unternehmen mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Gleichwohl bestehen ihnen gegenüber oft kulturelle oder sonstige Vorbehalte, die sich in Konflikten entladen können. Interkulturelle Kompetenzen sind zukünftig unabdingbar, um ein Migrationsfreundliches Klima zu stiften und erhalten.
      • Konflikte im Team
        Auch in Azubi-Teams kann es zu Spannungen oder Verwerfungen kommen. Hier ist Sensibilität sowohl gegenüber dem Einzelnen als auch der Gruppe gefragt. Ein Teamcoaching kann helfen.
      • Konflikte in Bezug auf Umgangsformen
        Allgemeine Umgangsformen müssen klar kommuniziert und erwartet werden. Einzelgespräche sind hier zielführend.

     

    Lösungsansätze:

    • Kammerangebote
    • Ausbildungspaten
    • Literatur
  • 3. Unterstützungsbedarfe managen Open or Close
    • Schulische Probleme
      Hilfreich sind die im Netzwerk angebotenen Unterstützungen: etwa abH, auch ein Lerncoaching kann helfen.
    • Private Probleme
      Schulsozialarbeiter oder Familienbetreuer haben oft einen guten Einblick und kennen weitere Ansprechpartner. Ein spezielle Problem: Überschuldung.
    • Leistungsfähigkeit im Betrieb fehlt
      Soweit keine Motivationsstörung vorliegt (s.o.) muss im Einzelgespräch geklärt werden, ob andere Ursachen vorliegen und welche Abhilfe geschaffen werden kann.
    • Finanzielle Schwierigkeiten
      Die persönliche Teilhabe am Jugendleben ist heute kostenpflichtig. Kaum etwas ist frei zu bekommen. Es kommt darauf an zu prüfen, was für gesellschaftliche Teilhabe und Individualisierung aufgebracht werden muss, was anderweitig ersetzt werden kann.
    •  Lösungsansätze:
      • abH (wer, wo)
      • Prüfungsvorbereitung (Kammer, BVWL)
      • Sozialberatung
  • 4. Interkulturelle Kompetenz stärken Open or Close
    • Probleme in der Kommunikation (Falsche Vokabeln, Bedeutungen, Gesten, Mimik)
      Höflichkeitsformen, Benimmregeln, Einfühlungsvermögen sind kulturvariabel. Die Unterschiede zu erarbeiten kann ein interkultureller Workshop unter Anleitung von außen leisten.
      • Unterschiedliche kulturelle Handhabungen
        Wie vor zu a.
      • Unterschiede bei Kulturfesten (Ramadan, Zuckerfest, Weihnachten, Ostern, Gebete)
        Wie vor zu a.
      • Lösungsansätze:

        • KAUSA-Stellen
          Begleitung Jugendlicher mit Migrationshintergrund in schulischer und vorberuflicher Qualifizierung
        • Workshop zur Interkulturalität (Bsp. Theaterpädagogische Anleitung) [Multi-Kulti-Foren]
          Ansätze zur Einsicht: Wechsel der Perspektive und Erwartungshaltung, Umgang mit Vorurteilen. Kulturtraditionen im Austausch.
        • Systemische Ansätze
          Aufdecken dynamischer Energien, die zu Konflikten und Fehlverhalten führen sowie mögliche Lösungsansätze dazu.
        • Rechtliche Rahmenbedingungen
          Erweiterte Rechtskontexte über die Ausbildung hinaus: Familienrecht, Ausländerrecht, FDGO und politische Bildung.
  • 5. Was muss ein Ausbilder können? Open or Close

    Die individuellen Anforderungen an Ausbilder sind heute vielfältiger. Die Generationen Y und Z unterscheiden sich, Ansprache und Bindung sind komplizierter und aufwendiger, hinzu kommen noch die kulturellen Unterschiede bei Jugendlichen aus anderen Kulturkreisen.

      • Ausbildercoaching zu Unternehmenskultur, Wertewandel usw.
        Train the Trainer: Ausbilder müssen mehr über die über die gesellschaftlichen Vorstellungen der Generationen wissen als früher und dieses Wissen auf die Unternehmenskultur rückbinden, um Brücken zu bauen.
      • Gesprächsführung
        Methoden wie offene oder geschlossene Fragen, Eröffnung unterschiedlicher Gesprächsarten (Feedback, Konflikt, Beurteilung, Motivation, Interview, Bewerbung, etc.), Hilfen zur Mitnahme des Gegenübers, aber Klippen umschiffen können.
      • Ansprechverhalten, Empathie, Wissen über das „Ticken“ der jungen Generation
        Die Kunst Bindung zu erzeugen liegt darin, das Gegenüber für sich gewinnen zu können. Dazu muss ich genug über mein gegenüber wissen, es für mich interessieren können, authentisch sein, einen geschützten Raum schaffen, mein Gegenüber abholen und mit auf den Weg bringen.
  • 6. Duale Ausbildung Open or Close

     
    Linkempfehlungen:

    • Die duale Ausbildung - ein Zukunftsmodell?
      In diesem Beitrag wird eine kurze Einschätzung zur Zukunft des dualen Systems formuliert. Vor welchen Herausforderungen steht das duale Berufsausbildungssystem? Wie kann seine Attraktivität gesichert werden?
      Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 2016
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  • 7. Employer-Branding Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Employer-Branding für Nachwuchskräfte - Studie & Leitfaden
      Die Studienergebnisse samt Leitfaden dienen dazu, dass Sie sich Ihrer „Unternehmermarke“ bewusst werden, Sie sich im klaren darüber sind, was Sie kommunizieren, wo Sie kommunizieren und inwiefern Sie aktuell tatsächlich diejenigen Bewerber ansprechen, die Sie sich wünschen? Der Leitfaden dient außerdem dazu, ihnen zu helfen, eine mittelfristige Strategie zur Ansprache qualifizierter Nachwuchskräfte zu entwickeln?
      IHK Nürnberg für Mittelfranken, 09/2016
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  • 8. Diversity/ Interkulturelle Ausbildung Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Vielfalt im Unternehmen / Diversity Management
      Diversity Management beschreibt ein ganzheitliches Konzept zum gewinnbringenden Umgang mit personeller und kultureller Vielfalt in Unternehmen.
      KOFA - Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., 08/2016
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  • 9. Generationenbezogene Ausbildung Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Generation Z – Wie Sie die Ausbildung auf diese Generation vorbereiten
      Wer die Flut der Veröffentlichungen und Veranstaltungen zu den Prägemustern der Generationen wahrnimmt, kommt schnell auf den Gedanken, die Arbeitswelt kategorisiere die Menschen heute nur noch über die Buchstaben des Alphabets – X, Y, Z. Aktuell in der Diskussion ist der letzte Buchstabe, die Generation Z. Sie ist nach Y die zweite Generation der „Digital Natives“. Die Auszubildenden und Berufsanfänger kommen jetzt auf die Unternehmen zu.
      Christine Wittenzellner, Ausbilderhandbuch 2016
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  • 10. Ausbildungsmarketing Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Ausbildungsmarketing – Das Handbuch
      Dieses Handbuch für Ausbildungsmarketing hilft Ihnen bei den ersten Schritten im Ausbildungsmarketing. Sie werden die Grundlagen kennenlernen und viele nützliche Tipps erhalten.
      Personalmarketing-Agentur Junges Herz, Dresden
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  • 11. Bewerbung Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Mach dich fit für deine Bewerbung! Bewerbungstraining
      Im Bewerbungstraining von planet-beruf.de findest du viele nützliche Infos, Übungen, Videos, Podcasts, Arbeitsblätter und Checklisten. So kannst du deine ganz persönliche Bewerbungsmappe zusammenstellen.
      Bundesagentur für Arbeit
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  • 12. Ausbildung benachteiligter Jugendlicher Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Förderung der Ausbildungsfähigkeit benachteiligter Jugendlicher
      Diese Handreichung will bei der Entwicklung geeigneter Maßnahmen unterstützen.
      Autoren Hofmann, Heidi Lorenz, Sabrina Poltermann, Aleksandra | Herausgeber Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH Rollnerstraße 14 90408 Nürnberg
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    • Ausbildungsförderung von Jugendlichen – Eine zweite Chance
      Tipps und Geschichten zum Thema Ausbildungsförderung
      Faktor A – Das Arbeitgebermagazin
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  • 13. Flüchtlinge ausbilden Open or Close


    Linkempfehlungen:

    • Ausländische Auszubildende in der dualen Berufsausbildung: Einmündung und Ausbildungserfolg
      Eine Analyse auf Basis der Berufsbildungsstatistik mit besonderer Betrachtung der Staatsangehörigkeiten der zugangsstärksten Asylherkunftsländer
      Stephan Kroll, Alexandra Uhly | Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn, 2018
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    • Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beruf
      Die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen stellt eine Herausforderung für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt dar. Das BIBB beschäftigt sich in Forschung, Entwicklung und bei der Umsetzung von Programmen damit, wie die Integration von Geflüchteten in Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung gelingen kann.
      Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
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  • 14. Verbundausbildung Open or Close

     
    Linkempfehlungen:

    • Ausbilden im Verbund - Chance für Betriebe und Auszubildende
      (>>)

    • Verbundausbildung - Vier Modelle für die Zukunft
      (>>)

  • 15. Literaturempfehlungen Open or Close
    • Sprache und Kommunikation in der beruflichen Aus- und Weiterbildung - Ein interdisziplinäres Handbuch
      Dieses Handbuch gibt einen breiten Überblick über die Interessen, Perspektiven und Ansätze verschiedenster Disziplinen und Institutionen, die das Themenfeld der berufsbezogenen sprachlich-kommunikativen Aus- und Weiterbildung in den Blick nehmen. Dabei stehen methodische Fragen der Forschung und Erhebung ebenso im Fokus wie didaktische Fragen der Diagnose und Förderung sprachlicher und kommunikativer Anforderungen und Kompetenzen. Das Handbuch enthält zahlreiche Überblicksartikel zu den einzelnen Forschungsdisziplinen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, sowie zu den Forschungsmethoden und didaktisch-methodischen Ansätzen. Von besonderer Bedeutung ist das Kapitel C mit differenzierten Beiträgen zu den einzelnen sprachlichen Dimensionen, ihrer Diagnose und Förderung sowie zu ausgewählten Text- und Diskursarten, die in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zentral sind.
      Christian Efing, Karl-Hubert Kiefer (Hrsg.) | Gunter Narr Verlag | 11/2018 | 539 Seiten | ISBN: 978-3-8233-8041-2

    • Ausbildung in der Logistik
      Die Autoren des Sammelbandes setzen sich mit folgenden Themen auseinander: Konzepte und Praxisbeispiele einer modernen Logistikausbildung; gelungene Ansätze und kritische Erfolgsfaktoren sowie unterschiedliche fachliche und didaktische Aspekte - vom schulisch orientierten Unterricht über interaktive Anwendungen bis hin zu Planspiel und Simulation.
      Herausgegeben von Corinna Engelhardt-Nowitzki | Deutscher Universitäts vlg Leobener Logistik Cases'. Gabler-Verlag | Oktober 2006 | ISBN: 383500574X | 278 Seiten

    • Externes Ausbildungsmanagement
      Die Autorin stellt eine privatwirtschaftliche Lösung für Mismatch auf dem Ausbildungsmarkt, heterogene Lerngruppen und Ausbildungsabbrüche vor. Sie macht durch ihre Recherche deutlich, dass Ausbildungsbetriebe bereit sind, für Unterstützungsleistungen finanzielle Ressourcen zu mobilisieren. Dafür können sie sich die Dienstleistungen pass¬genau und bedarfsgerecht zusammenstellen. Die Untersuchung leistet einen wesentlichen Beitrag, um Forschungslücken zu schließen und externes Ausbildungsmanagement als Geschäftsmodell zu konkretisieren und zu strukturieren.
      Beate Christophori | Springer Gabler | 1. Auflage 2016 | 380 Seiten | ISBN 978-3-658-12359-1 | 69,99€

    • AZUBI Qualitätskonzept für die betriebliche Berufsausbildung
      Für viele Unternehmen ist die betriebliche Berufsausbildung die Grundlage ihrer Fachkräftesicherung und Startpunkt der Qualifizierung von Fachkräften. Im zunehmenden Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte gilt es, die eigene Arbeitgeberqualität herauszustellen. Mit dem vorliegenden Qualitätskonzept lassen sich die zentralen Bereiche der betrieblichen Ausbildung systematisch überprüfen und kontinuierlich weiterentwickeln. Ausbildung als ein eigener Unternehmensprozess erhält die Aufmerksamkeit, die er benötigt, um sich den neuen Anforderungen an Fachkräftebindung und -sicherung gewachsen zu zeigen. Herausgegeben von Frank Schröder,Christel Weber u.a. | wbv Media | 1. Auflage 2015 | 19,90€

    • Gute Chefs essen zuletzt – Warum manche Teams funktionieren und andere nicht
      Ohne ein gutes, verlässliches Team könnten viele Führungskräfte ihre Ziele niemals erreichen. Doch leider werden viele Teams von internen Machtkämpfen, Streitigkeiten und den daraus resultierenden Misserfolgen ausgebremst – und die Führungskräfte schaffen es dann oft auch mit Leistungsanreizen oder Belohnungen nicht, ein Team wieder in die Spur zu bekommen. Doch warum sind hier manche Vorgesetzte oft erstaunlich hilflos? Die Antwort wurde Simon Sinek während einer Unterhaltung mit einem General des Marine Corps offensichtlich. Dieser erläuterte die Tradition: "Offiziere essen immer zuletzt." Was in der Kantine noch symbolisch gemeint ist, wird auf dem Schlachtfeld todernst: Gute Anführer opfern ihren eigenen Komfort, sogar ihr eigenes Leben, zum Wohl derer, die ihnen unterstehen.
      Sinek überträgt diese Tradition auf Unternehmen, wo sie bedeutet, dass die Führungskraft einen sogenannten Safety Circle, einen Sicherheitskreis, bilden muss, der das Team vor Schwierigkeiten von außen schützt. Nur so bildet sich im Unternehmen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Der Sicherheitskreis führt zu stabilen, anpassungsfähigen und selbstbewussten Teams, in denen sich jeder zugehörig fühlt und in denen alle Energie darauf verwendet wird, die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Chefs, die bereit sind, als letzte zu essen, werden mit zutiefst loyalen Kollegen belohnt und schaffen so konfliktfreie, motivierte und erfolgreich Teams.
      Simon Sinek | REDLINE Verlag | 1. Auflage 2017 | ISBN 978-3-86881-662-4 | 24,99.-